CEO Bernd Sydow über Strategie und Fokus, die Aktivitäten der vergangenen Monate und die nächsten Schritte


FOKUS

Unser Fokus liegt weiterhin konsequent auf der Anbahnung von Aufträgen in den Geschäftsfeldern Bodensanierung, Dekontaminierung von Bahnschotter sowie Reinigung von Oberflächen. Einige Projekte laufen bereits, neue bereiten wir aktuell vor. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern, die in unseren Geschäftsbereichen tätig sind und gemeinsam mit uns die Anwendungsmöglichkeiten von Arvox erproben wollen.

Die Prioritäten hier liegen derzeit auf der Bodenreinigung ex situ, hier insbesondere in Zusammenarbeit mit Betreibern von Bodenreinigungsanlagen. Dazu sind bereits einige Großtests mit Partnerunternehmen gelaufen, die derzeit ausgewertet werden.

Ein weiteres attraktives Geschäftsfeld sehen wir in der Vor-Ort-Reinigung belasteter Böden, beispielsweise im Rahmen der Sanierung von Tankstellen und Tanklagern.

Darüber hinaus entwickeln wir derzeit gemeinsam mit Partnern unsere Produktlinie für die Reinigung und Dekontamination von Oberflächen. Einsatzgebiete sind hier beispielsweise die Entfettung von Metallteilen aus der industriellen Verarbeitung, die Dekontamination von Betonfertigteilen oder die Reinigung von Außenfassaden und organisch verschmutzten Gebäudeteilen.

Geografisch gehen wir zunächst die europäischen Märkte in den deutschsprachigen Ländern sowie in Italien an. Außerhalb Europas liegen Nordamerika, Israel und einige Staaten der ehemaligen Sowjetunion im Fokus.


VERFAHREN

Seit Anfang des Jahres haben wir in intensiven Labortests mit belasteten Originalböden und Schotterproben sowie im Labor kontaminierten Substraten unser Verfahren maßgeblich weiterentwickelt. Bemerkenswert waren unter anderem die hervorragenden Ergebnisse beim Abbau des Herbizides Glyphosat in Gleisschotter.

Sehr aussichtsreich erscheint auch der Einsatz von Arvox zur Oberflächenreinigung. Die Testreihen mit ölverschmutzten Betonoberflächen und  Grünbewuchs an Außenmauern zeigten durchweg gute Ergebnisse.


PROJEKTE

Die nationalen Bahngesellschaften aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (ÖBB, DB und SBB) haben sich zu einem gemeinsamen Großversuch mit uns entschlossen. Unter der Führung der ÖBB wurden in zwei Versuchsbecken mit rund neun Metern Länge zwei Gleisbettungen fachgerecht nachgebaut. In einem aufwändigen Versuchsaufbau mit umfassender chemischer Analytik reinigten wir originalen Bahnschotter, einen simulierten Ölschaden sowie mit Glyphosat versetzten Schotter.

Mit einigen der größten Entsorgungsunternehmen und Betreiber von Bodenreinigungsanlagen in Deutschland und Österreich haben wir in den vergangenen Monaten Volumentests durchgeführt werden. Die Versuche geben uns weiteren Aufschluss über Effizienz, Mengenbedarf und Kosten des Verfahrens.

Zudem laufen diverse Großtests zur Dekontamination von Betonoberflächen sowie mit organischen Verschmutzungen behafteten Fassaden und Außenanlagen.

Parallel bereiten wir Aufträge mit den ersten Lizenzpartnern vor. Mit mehreren Unternehmen in Europa und Nordamerika haben wir Absichtserklärungen unterschrieben und sprechen derzeit über Pilotprojekte.


WERTE UND VISION

Begleitet von einer Strategieberaterin haben wir unsere Werte und eine gemeinsame Vision erarbeitet. Damit verfügen wir über klare Leitlinien sowohl für die interne Zusammenarbeit im Team als auch in Kundenbeziehungen und in unserem Unternehmensauftritt.

Leitfragen in diesem Prozess waren unter anderem: Welche Werte bestimmen unsere Arbeit? Warum arbeiten wir für Arva? Wie tun wir das? Und was tun wir?

Aus den im Team entwickelten Werten haben wir eine erste Fassung unseres Selbstverständnisses formuliert:

„Wir wollen mit grüner Technologie Arva zu einem weltweit agierenden Unternehmen aufbauen. Wir sind überzeugt, mit innovativen und dabei einfachen Ansätzen Umweltprobleme auf effiziente und vernünftige Weise lösen zu können.  Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag für eine saubere, grünere Umwelt. Wir glauben, dass ‚Green Technologies‘ die Technologien der Zukunft sind und für wirtschaftliches Wachstum stehen.“

Unser Claim „Making the world a greener place“ findet sich darin voll und ganz bestätigt.

Die Frage nach dem „Was“ – also: Was bieten wir an, was können wir? – beantworten wir derzeit wie folgt:

„Arva bietet als einziges Unternehmen ein Oxidationsverfahren an, das ein umfangreiches Schadstoffspektrum umweltfreundlich abbauen kann. Dazu gehören Kohlenwasserstoffverbindungen, die man weltweit in Bahnanlagen, kontaminierten Böden und mineralischen Abfällen findet.“

Wie arbeiten wir aktuell, wie gehen wir in Zukunft vor, wie gehen wir intern miteinander um? Unsere Antworten beschreiben sehr gut die aktuelle Strategie für einen erfolgreichen Markteintritt:

„Derzeit arbeiten wir mit Experten aus interessierten Partnerunternehmen an Pilotprojekten. Die Ergebnisse liefern uns wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung innovativer und individueller Lösungen. Zukünftig werden wir zusätzlich mit etablierten Lizenzpartnern zusammenarbeiten und die Lösungen weltweit anbieten.“

Für die Arbeit im Team haben wir uns die Werte „Leidenschaft“, „Neugier“, „Selbstkritik“, „Offenheit“ und „Vertrauen“ als Leitsterne gesetzt. Ausformuliert heißt das für uns:

„Arva braucht Kolleginnen und Kollegen, die mit Leidenschaft und Herz arbeiten. Wir sind offen für Neues. Wir hinterfragen Etabliertes. Konstruktive Kritik ist immer willkommen. Motivation entsteht im eigenständigen Arbeiten und aus dem Vertrauen, das wir in die Teammitglieder und ihre Kompetenzen setzen.“


NEUE TOCHTER | NEUER NAME

2017 haben wir eine deutsche Tochtergesellschaft gegründet, die Arva Greentech GmbH. Wir haben uns sehr bewusst für diesen neuen Namen entschieden. Der alte Name „MOG“ warf bei Gesprächspartnern immer wieder die Frage nach der Bedeutung der drei Buchstaben auf. Seit der strategischen Neuausrichtung war der Bezug zum Öl aus der bisherigen Firmierung „Man Oil Group“ nur noch schwierig – und stets mit Verweis auf die Historie des Unternehmens – zu erklären.

Das Wort arva bedeutet im Lateinischen „Boden“, „Acker“, „Land“ oder „Feld“ und passt damit sehr gut zu unserem Angebot. Zudem ist der Ausdruck in unseren Zielmärkten gut aussprechbar und – ebenso wichtig – der Begriff ist in unserer Branche als Firmenname noch nicht besetzt.


INVESTOREN | AKTIONÄRE

Nachdem die Leistungsfähigkeit unseres Verfahren in vielen Tests und unabhängigen Analysen eindrucksvoll belegt ist, bereiten wir parallel zu unserem Markteintritt eine Kapitalerhöhung vor.

Für die nächste Wachstumsphase stehen jetzt die erwähnten Volumentests an und damit Investitionen in Equipment und die Skalierung der technischen Umsetzung.

Mit unseren Aktionären und Partnern besprechen wir gerade, wer in welchem Umfang an den neuen Aktien partizipieren kann und möchte.